Es gibt eine Situation, für die es kaum Vorbereitung gibt: Jemand kommt unerwartet ins Spital und wird längere Zeit nicht nach Hause zurückkehren. Die Wohnung steht dann so da, wie sie verlassen wurde, mit allem, was darin verdirbt, läuft und wächst.
In dieser Phase geht es nicht um eine Räumung. Es geht darum, die Wohnung zu sichern: Verderbliches entsorgen, Kühlschrank leeren und abstellen, Fenster schliessen, Heizung regeln, Post organisieren, Pflanzen und Haustiere versorgen. Das machen meist Angehörige, und wir helfen, wo es um Transport und Entsorgung geht.
Die eigentliche Räumung kommt später, wenn feststeht, wie es weitergeht. Sie unter Schock und in der ersten Woche zu organisieren, führt fast immer zu Entscheidungen, die man später bereut. Wenn die Frist es zulässt, warten Sie damit.

In dieser Reihenfolge
Zuerst sichern
Verderbliches weg, Geräte abgestellt, Wohnung verschlossen.
Dann warten
Bis feststeht, wie es weitergeht, wenn die Frist es zulässt.
Dann räumen
Die Wohnungsräumung mit Zeit zum Durchsehen.
Persönliches
Dokumente, Fotos und Schmuck werden gesichert und übergeben.
Zwischenlagern
Wenn die Wohnung weg muss, bevor entschieden ist.
Danach
Auf Wunsch die Endreinigung mit Garantie.
Was Angehörige in den ersten Tagen brauchen
Nicht eine Offerte für eine Räumung, sondern jemanden, der zwei Dinge übernimmt: den Abtransport von Verderblichem und, wenn nötig, den Transport einiger persönlicher Sachen ins Spital oder in die Institution. Beides sind kleine Aufträge, und wir machen sie auch als solche.
Alles Weitere hat Zeit. Wir drängen in dieser Phase nicht auf einen Auftrag und melden uns nicht von uns aus wieder. Wenn es soweit ist, rufen Sie an; bis dahin ist es nicht unsere Sache.
Weitere Gemeinden im Entlebuch
Schritt für Schritt
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Wohnung sichern
Verderbliches weg, Geräte aus, Wohnung verschlossen.
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Nötiges bringen
Persönliche Sachen ins Spital oder in die Institution.
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Abwarten
Bis klar ist, wie es weitergeht.
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Räumen
Erst dann, mit Durchsehen, Verwertung und Reinigung.
Häufige Fragen
Können Sie kurzfristig helfen?
Ja, auch für kleine Aufträge: Verderbliches abtransportieren, einige Sachen ins Spital bringen, die Wohnung zugänglich machen. Dafür braucht es keine Räumungsofferte.
Sollen wir die Wohnung gleich kündigen?
Das ist keine Frage, die wir beantworten können, und auch keine, die in der ersten Woche entschieden werden muss, wenn es die Umstände zulassen. Wir drängen nicht auf einen Auftrag.
Was, wenn die Wohnung vorher weg muss?
Dann räumen wir und lagern ein, statt zu entsorgen. So bleibt die Entscheidung offen, bis sie getroffen werden kann.
Wie läuft die spätere Räumung ab?
Mit Zeit zum Durchsehen, gesichertem Persönlichem, Verwertung des Brauchbaren und getrennter Entsorgung des Rests, auf Wunsch mit Nachweis.