Beim Klaviertransport wird viel über den Weg gesprochen und wenig über den Wert. Dabei ist genau das der Punkt, an dem es im Ernstfall hängt. Ohne vorher vereinbarten Wert greift bei einem Schaden nur die pauschale Haftung, und die liegt bei einem guten Instrument regelmässig deutlich unter dem, was es tatsächlich wert ist.
Wir fragen deshalb nach Marke, Modell und ungefährem Baujahr und halten den vereinbarten Wert schriftlich in der Offerte fest. Bei älteren oder hochwertigen Instrumenten lohnt sich eine bestehende Schätzung oder eine Versicherungspolice als Grundlage. Das ist keine Formalität, sondern der Unterschied zwischen Ersatz und Teilersatz.
Der Transport selbst folgt dem üblichen Muster: Weg klären, genügend Personal einsetzen, drei bis vier Personen bei einem Klavier, vier bis sechs bei einem Flügel, und das Instrument auf Klavierroller und Gurten sichern. Im Küssnachter Dorfkern kommt häufiger als anderswo der Möbellift zum Einsatz, weil die Treppenhäuser eng sind.

Instrumente und schwere Stücke
Klavier
Der Klaviertransport mit Klavierroller, Gurtsystem und Schutzdecken.
Flügel
Beine und Lyra kommen ab, der Korpus fährt gesichert auf dem Flügelbrett.
Wert schriftlich
Marke, Modell und Baujahr ergeben den Versicherungswert, festgehalten in der Offerte.
Über das Fenster
Im engen Dorfkern kommt der Aussenmöbellift häufiger zum Einsatz.
Tresor
Der Tresortransport mit Prüfung der Traglast am Aufstellort.
Antikes
Für alte Möbel mit spröden Leimverbindungen siehe Antikentransport.
Was in die Wertvereinbarung gehört
Marke und Modell sagen das meiste. Bei Klavieren macht es einen erheblichen Unterschied, ob es sich um ein einfaches Übungsinstrument oder um ein gepflegtes Markeninstrument handelt, und dasselbe Modell kann je nach Baujahr und Zustand weit auseinanderliegen.
Wenn Sie eine Schätzung oder eine Police haben, nehmen wir diese Zahl. Wenn nicht, einigen wir uns auf einen plausiblen Wert und halten ihn fest. Wichtig ist vor allem, dass überhaupt eine Zahl vereinbart ist, bevor das Instrument bewegt wird.
Wert, Weg, Transport
-
Instrument beschreiben
Klavier oder Flügel, Marke, Modell, ungefähres Baujahr und Zustand.
-
Wert vereinbaren
Schriftlich in der Offerte, auf Basis Ihrer Angaben oder einer Schätzung.
-
Weg klären
Stockwerke, Treppenbreite, Wendungen, Lift, oder eben der Aussenlift.
-
Transportieren
Gesichert bewegt, erschütterungsarm gefahren, am gewünschten Platz aufgestellt.
Häufige Fragen
Warum muss der Wert vorher vereinbart werden?
Weil sonst nur die pauschale Haftung greift, und die liegt bei einem guten Instrument regelmässig unter dem tatsächlichen Wert. Mit einer vereinbarten Zahl in der Offerte ist im Schadenfall klar, worüber gesprochen wird.
Was, wenn ich keine Schätzung habe?
Dann einigen wir uns auf einen plausiblen Wert anhand von Marke, Modell und Baujahr. Bei sehr wertvollen Instrumenten empfehlen wir eine fachliche Schätzung vor dem Transport, weil sie die bessere Grundlage ist.
Wie viele Personen kommen?
Drei bis vier bei einem Klavier, vier bis sechs bei einem Flügel, abhängig vom Weg. Im engen Dorfkern eher mehr, oder wir wählen gleich den Weg über den Aussenlift.
Wann stimmen lassen?
Ein bis zwei Wochen nach dem Transport, wenn sich das Instrument an das Raumklima des neuen Orts angepasst hat. Nicht an eine Aussenwand, nicht neben einen Heizkörper und nicht in direkte Sonne stellen.