Alte Bauernhäuser haben Treppen, die für Menschen gebaut wurden und nicht für Klaviere: enge Kehren, tiefe Balken über dem Kopf, hohe Schwellen an jeder Tür. Wir messen die engste Stelle vorher aus, statt das Instrument bis dorthin zu tragen und dann zu improvisieren.
Transportiert wird auf Klavierrollern und mit Gurtsystem, verpackt in Decken. Wo die Treppe nicht geht, nehmen wir den Möbellift und die Fassadenöffnung. Auf unbefestigter Zufahrt fahren wir langsam; Erschütterung ist für ein Instrument die eigentliche Belastung.
Dazu kommt das Klima. Eine Stube, die den Winter über kaum geheizt war, hat eine andere Luftfeuchte als der bisherige Standort. Das Instrument braucht danach Zeit und eine Stimmung, meist nach zwei bis drei Wochen am neuen Ort.

Was wir vorher wissen müssen
Art des Instruments
Klavier oder Flügel, siehe Flügeltransport.
Engste Stelle
Kehre, Schwelle und Durchgangshöhe, gemessen.
Zufahrt
Belag und Länge, damit die Fahrt ruhig bleibt.
Standort
Nicht an die Aussenwand und nicht neben den Ofen.
Lift als Weg
Über die Fassade, wenn die Treppe zu eng ist.
Anderes Spezialgut
Tresore und Antikes, siehe Spezialtransport.
Warum der Standort in der Stube zählt
In einem Haus mit dicken Mauern und einem Kachelofen gibt es grosse Unterschiede auf wenigen Metern: kalte Aussenwand, trockene Zone neben dem Ofen, feuchte Ecke im Norden. Ein Instrument reagiert auf all das, und zwar über Monate.
Wir stellen es deshalb an eine Innenwand mit Abstand zum Ofen und sagen Ihnen, worauf Sie im ersten Winter achten sollten. Das kostet nichts und erspart eine Nachstimmung, die sonst nach wenigen Wochen fällig wird.
Weitere Gemeinden im Luzerner Hinterland
Vom Ausmessen bis zum Standort
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Masse aufnehmen
Instrument, Treppenkehre, Schwellen und Türen.
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Weg festlegen
Treppe oder Fassade, mit Alternative im Plan.
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Verpacken
Decken, Roller und Gurte, Deckel gesichert.
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Aufstellen
An der Innenwand, mit Hinweis zur Stimmung.
Häufige Fragen
Passt mein Klavier durch die alte Treppenkehre?
Oft ja, wenn hochkant gedreht werden kann. Wir messen die Kehre und die Durchgangshöhe vorher; passt es nicht, nehmen wir den Möbellift über die Fassade.
Schadet die unbefestigte Zufahrt dem Instrument?
Nicht, wenn langsam gefahren wird. Das Instrument steht gesichert und gepolstert; die Belastung entsteht durch Schläge, nicht durch die Fahrzeit.
Wann soll ich stimmen lassen?
Nach zwei bis drei Wochen am neuen Standort. Vorher hat sich das Holz noch nicht auf das Raumklima eingestellt und die Stimmung hält nicht.
Transportieren Sie auch den Flügel?
Ja. Beine und Lyra werden abgenommen, der Korpus fährt auf dem Schlitten. Das planen wir mit mehr Zeit und mehr Leuten als ein Klavier.